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Reisebericht USA 2010 von Ingrid Gronert

Die Megastädte der Ostküste in den USA, Kanada mit Quebec, die beeindruckenden Niagarafälle und wir waren da! Mit einem deutschen Reisebus und Jürgen am Steuer haben wir Unglaubliches gesehen, oft gestaunt und viel über die Supermacht USA gelernt.

 Nach einer entspannten Anreise bis zum Flughafen Frankfurt durften wir fast 2 Stunden beim Einchecken am Schalter der Singapore Airlines zubringen… Dafür aber gestaltete sich der Flug bis New York bei viel Sonne sehr angenehm und ruhig! Am Flughafen holte uns unser deutscher Reiseleiter Heiko mit dem Bus ab und wir fuhren gemeinsam in Richtung Norden, nach Plymouth. Hier konnten wir unser 1. Hotel beziehen – das Hampton Inn. Uns erwarteten angenehm große Zimmer mit extra großen Betten. Nach dem anstrengenden Tag waren doch alle sehr müde…

Am nächsten Tag widmeten wir uns  Plimoth Plantation, ein Freilichtmuseum, das uns das Leben der Wampanoag Indianer und englischen Kolonisten aus dem 17. Jhd näher brachte. Hier gab es original verkleidete Schauspieler, die nicht nur entsprechende Arbeiten verrichteten, sondern auch dem Zuschauer Rede und Antwort standen! Wir waren sprachlos… denn wo kann man schon mit echten Indianer sprechen? Nachmittags stand noch Boston mit dem Freedom-Trail auf dem Programm. Wir haben einen interessanten Stadtrundgang mit Heiko unternommen, und konnten in der riesigen Markthalle Bostons Delikatessen probieren. Besonders imponierte uns „Christmas in Boston“ – ein Weihnachtsgeschäft mit riesiger Auswahl an weihnachtlicher Dekoration, für unseren Geschmack echt zu bunt und zu kitschig! Übernachtet haben wir in einem schicken 4**** Hotel – dem Crown Plaza Hotel in Newton.

Leider gab es am nächsten Morgen ein typisch amerikanisches Frühstück – süße Brownies mit Kaffee und Tee, nicht jedermanns Geschmack am frühen Morgen. Der heutige Tag war als Fahrtag einzustufen…mit einem kurzen Stopp am „Old Man of the Mountains“ und in dem kleinen, hübschen Städtchen Littelten. Leider war das Wetter auch entsprechend, es regnete und stürmte kräftig, Jürgen musste sein ganzes Können aufbringen um den Bus ruhig durchs Gelänge zu bringen. Nachmittags überquerten wir dann ohne weitere Zwischenfälle die kanadische Grenze, und die nächste Übernachtung fand in Beauport bei Quebec statt.

Unsere örtliche Reiseleitung Christina hat mit uns am nächsten Morgen Quebec erkundet, welches am riesigen St. Lorenzstrom liegt. Sie informierte uns sehr ausführlich über dieses schöne, alte Städtchen, dass die intellektuelle und kulturelle Bastion des französischen Kanadas darstellt und alle bedauerten nicht mehr Zeit für eigene Unternehmungen zu haben. Am Nachmittag fuhren wir über den Highway nach Montreal, Fotostopp am Olympiastadion, wo alle Nationalflaggen der teilnehmenden Nationen zusehen waren, auch die der DDR.

Unser Übernachtungshotel befand sich direkt in der Stadt. Einige Mitreisende wagten sich noch in die 4 km lange Shoppingmeile „Undergroundcity“ direkt unter der Stadt, mit über 280 Geschäften – abenteuerlich!!

Am kommenden Morgen unternahmen wir dann eine ausführliche Stadtrundfahrt, mit einem königlichen Überblick vom „Royal Mountain“ auf die Großstadt.

Die Weiterfahrt führte uns nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas. Auch hier lag unser Hotel nur wenige Gehminuten vom Zentrum und den Regierungsgebäuden entfernt. Die sehr europäisch anmutende Stadt lud zum Spazieren und Bummeln ein, so dass sich viele Reisende abends beim Spazierengehen rund ums Regierungsviertel wieder trafen.

Weiter landeinwärts entlang des großen St. Lorenzstroms führte uns die Fahrt am nächsten Tag. Hier konnten wir uns bei einer 1stündigen herrlichen Bootsfahrt mit Sonne und herbstlichen Farben die 1000 Inseln "Thousand Islands" ansehen. Unvergessen dabei bleibt die herzförmige Insel mit einem herrlichen Schloss darauf, und der kleiner daneben liegenden Insel für die liebe Schwiegermutter, die nicht schwimmen kann…

Unser nächstes Ziel hieß Toronto, eine riesige Stadt voller Hochhäuser. Beeindruckend war die Aussicht vom CN Tower, dem 2. höchsten Gebäude der Welt, auf 300 m Höhe. Weiter ging es entlang des Lake Ontario zum Ort Niagara Fall zur Übernachtung. Natürlich konnten wir noch die in der Nähe liegenden angestrahlten, berühmten Wasserfälle bei Nacht bewundern. Für unseren europäischen Geschmack allerdings doch sehr kommerzialisiert – alles zu bunt und kitschig, voller Hochhäuser und zugebaut!

Die Geschichte der berühmten Wasserfälle erlebten wir am nächsten Morgen als Kinofilm, wirklich anschaulich mit phantastischen Bildern wiedergegeben. Danach konnten wir vom Skylon – Hochhaus aus 236m Höhe die Wasserfälle fotografieren. Der absolute Höhepunkt allerdings war die anschließende Schifffahrt mit einem der „Maid of the Mist“ Boote direkt bis zu den Wasserfällen. Alle erhielten einen blauen Regenschutz, der sich kurze Zeit später als extrem nützlich erwies. Die Schifffahrt war unglaublich… diese Lautstärke, diese riesigen Wassermengen – ein unvergessliches, nasses Erlebnis für jeden! Bei der anschließenden Mittagspause direkt am Ufer konnten alle noch einmal vom Ufer aus die kompletten Wasserfälle genießen. Danach fuhren wir wieder auf die amerikanische Seite, bis nach Williamsport.

Am nächsten Morgen erreichten wir dann Washington. Leider platzte ca 1,5 km vor dem Bahnhof beim Bus ein Kühlerschlauch, so dass wir vom örtlichen Reiseleiter Kurt abgeholt wurden und die Stadt erstmal zu Fuß erkundeten. Glücklicherweise konnten Jürgen und Heiko alles notdürftig reparieren und der offiziellen Stadtrundfahrt stand nichts mehr im Wege. Folgende historische Bauwerke konnten wir bewundern:

  • der heutigen Nationalfriedhof (auch für Kriegsveteranen) mit den bekannten Kennedygräbern
  • das Vietnam Veterans Memorial (einer schwarzen, polierten 75m lange Granitmauer) mit 58.000 Namen gefallener und vermisster Soldaten
  • das Lincoln Memorial mit der weißem Mamorstatue des sitzenden Abraham Lincoln
  • das Washington Monument – ein 169m hoher stilvoll beleuchteter Obelisk
  • das „Kapitol“ – spektakulärer Regierungssitz der Weltmacht USA
  • das „Weiße Haus“ - Amtssitz eines jeden Präsidenten der USA

Zum Abendessen fuhren wir dann ins gemütliche „Cafe Berlin“ zu Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln. Aber auch das deutsche Bier fand allgemeinen Anklang…

Auch der defekte Kühlerschlauch im Bus war am nächsten Morgen bereits ausgetauscht worden, so dass wir beruhigt in Richtung New York weiterfahren konnten. Der erste Stopp wurde in Baltimore eingelegt, direkt am Hard Rock Cafe. Nach einer angenehmen Pause fuhren wir bis Philadelphia – zur Wiege der amerikanischen Unabhängigkeit. In dem Besucherzentrum haben wir uns über die Geschichte der Unabhängigkeiterklärung mit Filmen und Prospektmaterial informiert. Wir konnten aber auch einen Blick auf die berühmte Freiheitsglocke in dem Glaspavillon werfen. Sie bekam auf dem Weg von England nach Amerika 1751 einen Sprung, wurde repariert und konnte dann 1 x vom Turm der Independence Hall aus läuten. Weiter ging es endlich nach New York… Direkt vom Hafen aus konnten wir zunächst einmal die berühmte Freiheitsstatue bewundern. Auch die Skyline von Manhattan war zu sehen und ganz nebenbei entstand auch unser Gruppenfoto. Unser Übernachtungshotel Hilton befand sich wieder sehr zentral gelegen im Ortsteil Newark in der Nähe des großen Flughafens.

Und endlich stand am nächsten Morgen eine der Höhepunkte auf dem Programm: Die große Stadtrundfahrt Manhattan. Aber dafür mussten wir zunächst durch den all morgendlichen Stau und den Lincoln Tunnel, unglaublich wie viel Verkehr hier ist. In Manhattan trafen wir dann auf unsere Reiseleiterin Ingeborg, eine waschechte Wienerin, die ihr halbes Leben in der Großstadt New York verbracht hat. Als erstes konnten wir dem Trump Tower mit den Marmor-WC’s einen praktischen Besuch abstatten. Dann führte uns Ingeborg durch ein turbulentes Downtown, vorbei an etlichen Hochhäusern, dem Central Park, der Wall Street, dem Empire State Building und der Großbaustelle vom Ground Zero. Im Anschluss konnten wir noch eine Schifffahrt auf dem Hudson River unternehmen, wo wir weitere Eindrücke von der Skyline Manhattans sowie der Brooklyn und Manhattan-Bridge sammelten. Auch die Freiheitsstatue konnten wir hervorragend sehen. Danach fuhren wir alle zum 67. Stockwerk des „Top of the Rock“ – einem gewaltigen Hochhaus mit Blick auf ganz Manhattan. Bevor es nun zurück zum Hotel ging, hielten wir noch auf dem berühmten Broadway an – ein Wahnsinn ganz besonderer Art…Unglaublich viele Menschen, Autos, Lichter, Bildschirme, Reklame usw…. Jürgen war beim Fahren nicht zu beneiden. Noch ein kurzer Stopp mit Blick auf die beleuchtete Skyline der Stadt und dann ging es zurück zum Hilton Hotel.

Der letzte Tag ist angebrochen... alle Koffer wurden sortiert, umgepackt, teilweise gewogen, bevor wir zum letzten Mal gemeinsam mit dem Bus in Richtung City aufbrachen. Wir fuhren noch einmal in die Stadt um dann alle kleinen BE’sss allein in Manhattan laufen zu lassen. Heiko zeigte uns das größte Kaufhaus der Welt, das Macy. Hier hatten alle die Möglichkeit auf eigene Faust zu bummeln und zu shoppen. Die 6 Stunden vergingen für die meisten im Fluge… Dann fuhren wir zum Flughafen und Jürgen wurde unterwegs an einer Straßenkreuzung von einem schwarzen PKW gerammt, der allerdings sofort weiterfuhr! Am Flughafen mussten wir uns von unserem Reiseleiter Heiko verabschieden, der uns wirklich viel die USA näher gebracht hat. Es ging wieder mit einem ruhigen, entspannten Rückflug bis Frankfurt zurück nach Deutschland. Hier erwartete uns auch schon der BE-Bus mit Henrik, der uns sicher in die Heimatort brachte.

Fazit:
Im Osten der USA kann man zwar keine großartig weiten Landschaften erwarten... Aber dafür erlebt man eine überaus vielfältige Mischung verschiedenster Völker und Kulturen. Von unserem Reiseleiter Heiko konnten wir sehr viel über die Ureinwohner  & die Immigranten von heute erfahren. In guten Erinnerungen bleiben uns die riesigen Skylines, das facettenreiche Leben und auch wir haben erfahren, warum es „ das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ heißt.

Der Reiseablauf an sich war wunderbar reibungslos. Die Flüge waren ruhig, unser Reiseleiter genial und die gesamte Reisegruppe sehr gut aufeinander abgestimmt: Jeder hat auf den Anderen geachtet - so macht Reisen wirklich Spass !!