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Reisebericht Südafrika 2014 von Oliver Gerhardt

Irgendwie suchte ich ein neues Reiseziel. Nach diversen Reisen in die USA wollte ich einen neuen Kontinent kennenlernen. Die Wahl fiel auf Afrika. Südafrika, Kapstadt mit dem Tafelberg, das Kap der guten Hoffnung, der Krüger Nationalpark mit seinem Reichtum an Tieren und noch dazu die wunderschöne Garden‐Route entlang der Küste hatten mein Interesse geweckt. Als BE‐Reisen dann Anfang 2013 eine begleitete Flugreise nach Südafrika für den Herbst 2014 ankündigte, war ich begeistert. Das Programm, vor allem die drei Tage zum Abschluß im Krüger Nationalpark, hörte sich gut an. Mir war klar: Da mußt Du dabei sein!

04./05.11.14 Anreise / Kapstadt
Endlich ging es los! Kurz nach 14.00 Uhr holte mich der BE‐Transferbulli aus Bielefeld ab, um mich in Minden zur Reisegruppe zu bringen. Von dort aus ging es nach Hannover, wo der Zubringerflug nach München startete. In München startete der Flug dann leider mit einer halben Stunde Verspätung. Der Grund war, daß der Wagen, der das Gepäck zum Flugzeug brachte, das Flugzeug beim Abfahren gestreift hat, und daher der Flieger wieder gecheckt werden mußte. 11 ½ Stunden später landete dann unsere Lufthansa‐Maschine nach einem Nachtflug morgens in Kapstadt. Nach der freundlichen Begrüßung durch unsere Reiseleiterin Brigitte ging es erst einmal in ein Geschäft, wo wir uns mit Wasser und Sandwiches stärken konnten. Das Wetter war sonnig und überraschend warm. Der klare Himmel versprach eine schöne Aussicht, so daß wir heute auf den Tafelberg fahren konnten. Auf den Tafelberg fuhren wir mit einer Seilbahn hinauf, die innen mit einer Drehscheibe ausgestattet war, so daß jeder Besucher die Gelegenheit hatte, einmal vorne zu stehen und während der Auffahrt das Panorama zu genießen. Die Aussicht vom Tafelberg war grandios. Unter uns lag Kapstadt und wir konnten uns einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen. Nach einer kurzen Wanderung über das Plateau ging es wieder hinunter zur Stadtrundfahrt. Wir fuhren zu den die Gärten von Kapstadt, unternahmen einen Spaziergang und sahen den Präsidentenpalast. Im Südafrikanischen Staatsmuseum hatten wir leider nur eine halbe Stunde Zeit und mußten die interessanten Ausstellungen (Anthropologie, Modelle der Wale und anderen Tiere Südafrikas u.v.m.) dadurch im Schnelldurchlauf absolvieren. Zum Abschluß fuhren wir noch in das Stadtviertel Bo‐Kaap. In diesem Stadtviertel leben die Nachfahren der malayischen Sklaven. Kennzeichnend sind viele bunt bemalte Häuser. Also wurden nach dem langen Tag noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert, um dieses schöne Viertel mit einem Spaziergang zu erkunden.

06.11.14 Kapstadt (Kap der Guten Hoffnung)
Heute stand ein Besuch des Kap der Guten Hoffnung auf dem Programm. Zunächst ging es an einer schönen Küstenstraße entlang und wir machten Kaffeepause im kleinen Hafen Hout Bay. Beim anschließenden Besuch in einer Pinguinkolonie konnten wir die kleinen Gesellen aus nächster Nähre beobachten. Zum Mittagessen gab es frischen Fisch unter freiem Himmel. Nach einem Foto‐Stop in einer herrlichen Bucht fuhren wir zum Kap der Guten Hoffnung, unserem Haupt‐Tagesziel. Am Kap war es sehr voll, und man mußte warten, bis man sich am berühmten Schild fotografieren lassen konnte. Wir fuhren mit dem Bus das Kap hinauf und nahmen für das letzte Stück eine Bahn. Schließlich waren wir am Fuß des Leuchtturms ganz an der Spitze des Kaps angekommen. Oben am Leuchtturm, war es sehr, sehr windig, so daß ich sogar meine Brille festhalten mußte, damit sie nicht von eine Böe erfasst wurde. Auf dem Weg nach unten nahm ich, wie einige aus unsere Reisegruppe, anstatt der Bahn den Fußweg hinunter zur Talstation. Der Spazierweg war sehr schön und dauert auch nicht länger als 15 Minuten. Wieder im Bus ging es die Küste entlang mit traumhaften Aussichten auf das Meer zurück nach Kapstadt. Abends hatten wir Freizeit. Mit dem hoteleigenen, kostenlosen Shuttle‐Bus fuhren wir an die Waterfront (touristisches Hafenviertel) und ließen den Abend mit gegrillten Springbock‐Fleisch ausklingen.

07.11.14 Kapstadt – Hugenot Memorial – Weinprobe – Straußenfarm Oudtshoorn
Am Morgen ging es durch die Weinberge ins Hugenotten‐Museum. Leider hatten wir im Museum nur 20 Minuten Aufenthalt, so daß wir nur sehr wenig von der bestimmt interessanten Ausstellung gesehen haben. Die Zeit reichte nur für ein (deutschsprachiges) Einführungsvideo zur Geschichte der Hugenotten in Südafrika. Anschließend fuhren wir zu einer Weinprobe und wurden durch das Weingut geführt. Auf der Rückfahrt kamen wir in Paarl am dortigen Gefängnis vorbei. Eine überlebensgroße Statue erinnert an den wohl berühmtesten Gefangenen dort: Nelson Mandela verbrachte dort sein letztes Jahr in Haft, bevor er 1990 – nach 27 Jahren in diversen Gefängnissen – entlassen wurde. Die Fahrt zum Hotel führte über die Route 62 u.a. durch den 4‐km‐langen Hugenottunnel und an „Ronnies Sex‐Shop“ vorbei. Als „Ronnie“ seine Kneipe eröffnen wollte, beauftragte er seine Freunde mit dem Außenanstrich des Lokals. Nachdem er abends eingeschlafen war, haben seine Freunde zum Spaß „Ronnies Sex‐Shop“ an die Wand gemalt. Zunächst darüber verärgert, erwies sich die Namensänderung als Magnet für neugierige Touristen, und der Name wurde ein gutes Geschäft. Abends bekamen wir bei Straußenfilet und –bratwurst einen kleinen Vorgeschmack auf unser nächstes Tagesprogramm.

08.11.14 Cango Caves Tropfsteinhöhlen – Elefantenpark – Knysna
Unser erstes Ziel war die Führung durch eine Straußenfarm. Wir bekamen eine Erklärung über die Aufzucht, dazu sahen wir einen weißen Strauß und die etwas unterschiedlichen Strauße aus Zimbabwe. Danach bekam ich, wie drei andere Männer aus unserer Gruppe auch, die Möglichkeit sich auf einen Strauß zu setzen. Ein Straußenrennen zwischen zwei Mitarbeitern der Farm rundete den Besuch ab. In den Cango Caves Tropfsteinhöhlen bekamen wir eine Führung auf deutsch. Auf dem Weg aus den Höhlen hinaus ging einmal das Licht aus, so daß wir kurz im Dunkeln ausharren mußten. Über die Paßstraße „4 Passes“ ging es nach George. Unser offensichtlich untermotorisierter Omnibus von Volkswagen („Volksbus“) hatte Schwierigkeiten, die Pässe zu meistern, als Fußgänger wäre man bestimmt schneller gewesen. Mittags machten wir Pause am Plettenberg‐Strand, so daß wir den Blick auf den Indischen Ozean genießen konnten. Vom Hotel aus ging es zum Abendessen nach Knysna, im kleinen Touristenzentrum am Hafen befand sich unser Fischrestaurant 34 Grad.

09.11.14 Knysna Heads
Heute fuhren wir in die „Elephant Sanctuary“, eine Aufzuchtstation für Elefanten, die krank oder verletzt aufgefunden wurden. Wir konnten einen Spaziergang mit den Elefanten machen und uns durch die netten Pfleger die Elefanten erklären lassen, dazu kamen wir ganz nach an die Elefanten heran, so daß wir Rüssel, Ohren und Seiten anfassen konnten. In der Mittagszeit machten wir Rast und verspeisten unsere mitgebrachten Lunchpakete, dazu gab es eine leckere Platte mit Fisch und Wein. Anschließend ging es zurück nach Knysna, auf einen der beiden Knysna Heads. Die Knysna Heads sind zwei Berge, die rechts und links der Zufahrt vom Indischen Ozean in die Bucht von Knysna liegen. Die Einfahrt in die Bucht ist sehr schmal, mit heftigen Strömungen, so daß die Schiffe früher oft tagelang vor der Bucht kreuzen mußten, bis die Bedingungen so stimmten, daß die Schiffe diese Engstelle passieren konnten. Mit einem Boot fuhren wir durch die Bucht zur anderen Seite. Dort wurden wir mit einem Unimog den Berg hinauf gefahren. Von dort ging es über Treppenstufen und schmale Wege herab bis ans Wasser. Der Weg war sehr steinig, man mußte also auspassen, wo man hintrat, aber die Aussichten zwischendurch waren die kleine Anstrengung wert. Den Abend ließen wir in einem Oldie‐Lokal in Knysna mit Hits von gestern und Schallplatten unter der Decke als Dekoration ausklingen.

10.11.14 Tsitsikamma Nationalpark – Port Elizabeth
Der erste Regentag! Morgens hatten wir bei leichtem Nieselregen eine Stadtführung durch Knysna (u.a. mit Besichtigung des Gefängnis‐Museums), anschließend fuhren wir mit dem Bus zu den Knysna Heights, diesmal auf die andere Seite der Einfahrt. Wieder im Bus fuhren wir zum Mittagessen ein schönes Holz‐Restaurant im Tsitsikamma Nationalpark. Von dort aus starteten wir über den Mouth‐Trail einen Spaziergang. Über einen mit Holzplanken befestigten Weg ging es durch den Wald. Am Ende befanden sich drei Hängebrücken, die wir, schwankend über dem Wasser, überqueren konnten. Abends waren wir in Port Elizabeth, wo wir Freizeit hatten. Direkt neben dem Hotel befand sich eine Freizeit‐Mall mit Restaurants, einem Casino und einem künstlichen See. Nach Einbruch der Dunkelheit gab es dort Wasserspiele mit Musik und bunten Lichtern, das erinnerte ein wenig an Las Vegas.

11.11.14 Flug nach Johannesburg
Heute war frühes Wecken angesagt (um 5.30 Uhr), denn wir mußten heute früh zum Flughafen. Der Flug mit „South African Airways“ nach Johannesburg war nur 50 Minuten lang. Am Flughafen trafen wir unsere neue Reiseleiterin Susan und gingen mit unserem Bus, das gleiche Modell wie in Port Elizabeth, auf Reisen. Erneut quälte sich unser „Volksbus“ über die Berge (u.a. mußte er einen 56‐km‐Paß nehmen) bis wir in der Nähe des Krüger Nationalparks, in einer parkähnlichen Anlage, unser Quartier für die nächsten beiden Nächte bezogen. Die Hotelanlage befand sich auf einem Golfplatz, es war mehr eine Freizeitanlage für das Wochenende. Anstatt Hotelzimmer bekam jeder eins der Ferienhäuser zugewiesen, die um die Golfbahnen herum verteilt liegen. Als Einzelreisender hatte ich dadurch drei Schlafzimmer (mit drei Badezimmern), eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Balkon (inklusive Grill) zur Verfügung. Was für ein Luxus! Zum Frühstück bzw. Abendessen wurden wir mit einem Shuttle‐Bus eingesammelt und ins Besucherzentrum gebracht.

12.11.14 Panoramaroute
Schon morgens konnten wir in unserer Anlage eine Flusspferdfamilie und ein Krokodil von einer kleinen Aussichtshütte beobachten (vorher mussten wir die Golfbahn Nr.2 überqueren – Vorsicht vor den tieffliegenden Golfbällen!). Über den Kweni‐Pass erreichten wir nach dem Frühstück die kleine Ortschaft Pilgrem´s Rest. Hier konnten wir das Goldmuseum und ein Museumshaus besichtigen. Im Museumshaus befand sich die Einrichtung aus der guten alten Zeit, als Pilgrem´s Rest als Goldgräberstadt in Südafrika berühmt wurde. Auch hier befanden sich – wie in fast jedem Ort, in dem wir Halt machten – zahlreiche Verkaufsstände mit Decken, geschnitzten Tieren und Masken, die man als Souvenirs kaufen konnte. Leider hatten wir in den höheren Lagen Nebel, und so konnten wir die Aussichten auf den Blyde River Canyon und auf die Bergkette „3 Roundables“ nur eingeschränkt genießen. In den „Burglers Luck Pottholes“ hat das Wasser im Lauf der Jahrtausende interessante Felsformationen geschaffen. Im dazugehörigen Museum gab es eine schöne Ausstellung mit ausgestopften Tieren aus der Region zu sehen. Das Wetter klarte danach etwas auf, und so konnten wir während der Panorama‐ Route doch noch einige schöne Foto‐ und Aussichtsstops machen (God´s View, Lisboa Falls, Wonder´s View u.ä.). In Graskop ließen wir den Nachmittag mit leckeren Waffeln ausklingen.

13.11.14 Krüger Nationalpark
Heute zogen wir in den Krüger Nationalpark um. Nach einer kurzen Fahrt durch eine Savannenlandschaft mit Akazien fuhren wir durch das Phabeni Gate in den Park. Hier war es schwül warm. Wir bezogen unsere Quartiere im Sukuza‐Camp, wie auch im Resort vorher hatten wir viel Platz: Für jede Zimmerbelegung war eine Rundhütte mit Strohdach reserviert, in der je drei Betten standen. Nachmittags dann eine Pirschfahrt mit dem Bus: Unser Fahrer Chris war früher Ranger in einem anderen Park, und so sahen wir bereits viele Tiere: Büffel und Krokodile an einem Wasserloch, Flußpferde, Giraffen, Zebras… Zwischendurch gab es noch eine abwechslungsreiche Landschaft zu sehen; vom ausgetrockneten Sabie‐Fluß bis zur Savannenlandschaft. Nachts hörten wir noch weit entfernt Donner, irgendwo im Nationalpark schien ein Gewitter zu sein.

14.11.14 Krüger Nationalpark
Erneut mußten wir früh aufstehen, denn um 5.30 Uhr begann unsere heutige Pirschfahrt. Frisch gestärkt mit eine Tasse Kaffee (das Lunchpaket wurde später verspeist) stiegen wir in einen von drei offenen Geländewagen. Unser Fahrer Herold konnte uns viel über die Natur (Baumsorten) und die Tiere erklären. Über Sprechfunk war er mit anderen Fahrern verbunden, und so bekamen wir viele Tiere zu sehen. Höhepunkte waren die Wasserbüffel und Nashörner, die sich direkt an bzw. auf der Straße befanden. Schließlich hörten wir von einem anderen Fahrer das Wort „Lion“ und Herold fuhr zügig zu einem Aussichtspunkt. Und da waren sie: Ein Löwenpaar, friedlich beisammen, wir dort hin bestellt. Bis auf den Leoparden hatten wir schon jetzt die „Big 5“ gesehen (Nashorn, Löwe, Elefant, Büffel). Das nächtliche Gewitter brachte scheinbar so viel Abkühlung, daß sich die Tiere auch tagsüber aus ihren Verstecken heraustrauten. Um 20.00 Uhr startete dann unsere nächtliche Pirschfahrt. Aufgeteilt auf zwei offene LKW fuhren wir durch die dunkle Wildnis. Links und rechts befanden sich zwei Suchscheinwerfer, mit denen die vorne sitzenden Gäste die Umgebung ausleuchten konnten. Ein Stachelschwein, Hyänen, ein Flußpferd (direkt neben der Straße stehend) und zu guter Letzt ein Leopard (damit war unsere „Big 5“‐ Sammlung komplett) waren nur einige Tiere, die wir unterwegs ausmachen konnten. Die Fahrt durch die nächtliche Wildnis, durch ein ausgetrocknetes Flußbett und vorbei an den Tieren, war ein spannendes Abenteuer, ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.

15.11.14 Krüger Nationalpark
Unser 3. Tag im Krüger Nationalpark begann mit einer Pirschfahrt mit dem Bus. Und wieder einmal wurden wir nicht enttäuscht: Klippspringer, Giraffen, Wasserbüffel, Elefanten, ein Krokodil am Saabi‐Fluß, Hornraben….es gab viel zu sehen, wie bei jedem unserer Ausflüge. In der Mittagspause machten wir Bekanntschaft mit einer Affenfamilie, die sich in den Bäumen über dem Rastplatz tummelten. Einer der Affen bediente sich ungeniert an einem Rastplatz und untersuchte die mitgebrachten Taschen. Schließlich nahm er sich eine Tüte Kekse mit – obwohl die (Menschen‐)Familie am Tisch saß, ließ er sich keineswegs stören! Auf einem Plateau hatten wir einen Blick bis weit hinüber nach Mozambique, in dem ebenfalls ein Teil des Parks lag. In der Kaffeepause haben wir dann von einer Aussichtsterrasse einen Leoparden entdeckt. Da unser Volksbus nicht anspringen wollte, hatten wir hier unfreiwillig eine längere Pause (langsam machte ich mir Sorgen um den guten Ruf von Volkswagen). Zum Abschluß unserer Zeit im Krüger Park sahen wir noch eine Elefantenherde, die – von der Abendsonne perfekt ausgeleuchtet – durch ein Flußbett wateten. Das war ein ganz besonderes Abschiedsbild, fast zu schön um wahr zu sein.

16.11.14 Fahrt nach Johannesburg – Shangana Kulturdorf
Durch das Paul‐Krüger‐Tor verließen wir morgens den Krüger Nationalpark. Auf der Fahrt zurück nach Johannesburg besuchten wir das Shangana Kulturdorf. Hier, in einem traditionellen Dorf, konnten wir zunächst auf einem kleinen Marktplatz Souvenirs kaufen (die bestimmt authentischer waren, als auf den zahlreichen Ständen bei den Stops davor). Anschließend wurden wir von einem Führer sehr humorvoll über das Leben der Shangana mit ihrem Glauben und Riten aufgeklärt. Anschließend lernten wir den Häuptling (5 Ehefrauen, 25 Kinder, zur Zeit auf der Suche nach Ehefrau Nr. 6) des Stammes kennen. Den Abschluß verbrachten wir in der Hütte der Medizinfrau (gleichzeitig auch Wahrsagerin) des Stammes. Durch Regenschauer fuhren wir durch bis nach Johannesburg und bezogen unsere Zimmer im sehr schönen Hotel „Crown Plaza“

17.11.14 Pretoria
Unser letzter Tag in Südafrika! Die Fahrt ging nach Pretoria, wo wir zunächst das Voortrekker‐Monument ansteuerten. In der Eingangshalle, unter einer riesigen Kuppel, erklärte uns Reiseleiterin Susan anhand der großen Marmor‐Reliefs die Geschichte der Voortrekker, die sich auf der Flucht vor den vorherrschenden Briten in das Landesinnere begaben, und ihren Kampf gegen die einheimische Bevölkerung, vor allem mit den Zulu. Mit dem Fahrstuhl fuhren wir anschließend innerhalb des Monuments hinauf und konnten die Aussicht auf Pretoria von einer Terrasse genießen. Im Untergeschoß befindet sich ein leerer Sarg, der symbolisch an die vielen Opfer während der Kämpfe mit den Einheimischen erinnert. Jedes Jahr am 16. Dezember – am Jahrestag der Schlacht am Blood‐River – scheint durch eine Öffnung in der Kuppel ein Sonnenstrahl auf den Sarg herab. In Pretoria besichtigten wir das Paul‐Krüger‐Haus (Präsident Südafrikas und Namensgeber des Krüger Nationalparks). Im Haus konnten wir Schlafzimmer, Empfangszimmer, Speisezimmer und eine Halle mit den vielen Staatsgeschenken, die er u.a. auch aus Deutschland erhielt, besichtigen Wir fuhren danach vor das südafrikanische Regierungsgebäude und konnten Fotos von der überlebensgroßen Statue von Nelson Mandela machen, bevor es dann zum Flughafen ging.

17./18.11.14 Rückflug nach Deutschland
Über Nacht ging es in einer nahezu voll besetzten A380 nach Frankfurt. Unser kurzer Anschlußflug brachte uns wieder zurück nach Hannover, wo zwei Wochen vorher unsere Reise begann.

Fazit:
Wieder ging eine Reise zu Ende, an die ich lange zurückdenken werde. Der Reichtum an Tieren (nicht nur im Krüger Park, auch unterwegs), die tollen Landschaften (vor allem die Fahrt an der Küste entlang) und die Freundlichkeit der Einwohner, die immer ein Lächeln übrig hatten, werde ich so schnell nicht vergessen.