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Reisebericht Zypern von Frauke Heinßen

1. Tag: Anreise

Unsere Reise nach Zypern beginnt mit der Busfahrt zum Flughafen nach Düsseldorf. Pünktlich geht es früh morgens ab dem Betriebshof los. In Bad Oeynhausen, Herford und Bielefeld steigen noch weitere Gäste zu. Wir kommen sehr gut durch und sind pünktlich in Düsseldorf. Hier stoßen noch 2 weitere Gäste zu unserer Reisegruppe hinzu. Auch wenn der Schalter noch nicht geöffnet hat, stellen wir uns schon an. Das war eine gute Entscheidung, denn die Schlange wurde länger und länger… So sind wir doch recht schnell dran, als der Schalter endlich öffnet. Zu diesem Zeitpunkt hat unser Flug  eine Verspätung von etwa 20 Minuten, was ja nicht weiter schlimm ist. Doch leider wird die Verspätung noch größer und letztendlich starten wir fast 3 Stunden zu spät. Der Flug verläuft sehr angenehmen und nach unserer Landung in Paphos werden wir von Nicos empfangen, der mit uns zum Hotel fährt. Aufgrund der Verspätung bekommen wir kein Essen mehr im Restaurant, doch das Hotel hat uns einen Obstteller und Sandwich auf das Zimmer gelegt. Nicos hat auch bereits unsere Zimmerschlüssel dabei, so dass wir direkt in unser Zimmer können und nicht mehr warten müssen. Nach dem langen Tag ist das auch super, denn wir sind doch alle etwas kaputt.

2. Tag: Paphos und die Königsgräber

Der Tag fängt gemütlich mit dem Frühstück an. Danach gibt es noch eine kurze offizielle Begrüßung von unserem Hotel-Reiseleiter Nicos, der uns erklärt, wie sich die Woche gestaltet. Anschließend startet unsere Tour rund um Paphos. Mit unserem Reiseleiter Georgos, der uns tagsüber bei den Ausflügen begleitet, und unserem Fahrer Mario geht es los. Mit den beiden haben wir wirklich das große Los gezogen! Beide sind extrem nett und zuvorkommend und Mario fährt uns absolut sicher und souverän. Georgos punktet mit seinem unglaublichen Wissen und seiner tollen Art und den immer wieder unterhaltsamen privaten Anekdoten.

Heute lernen wir also Paphos und Umgebung kennen. Hier besuchen wir die Fünfkuppelkirche die innen mit wertvollen Fresken aus dem Leben Christi ausgemalt ist. Unglaublich, was früher geleistet wurde! Die Mosaike in den römischen Villen Dionysos und Aeon, sowie die unterirdischen, in den Fels gehauenen Königsgräber aus der hellenistischen Zeit besichtigen wir ebenfalls. In Kato Paphos haben wir die Möglichkeit zu einer Mittagspause am Hafen. Hier lässt es sich im Schatten wirklich gut aushalten. Am Nachmittag können wir die Annehmlichkeiten des Hotels genießen oder eine Runde im Meer schwimmen. In der nahegelegenen Bucht ist das bei den sommerlichen Temperaturen sehr gut möglich! Der Abend klingt beim gemeinsamen Abendessen gemütlich aus.

3. Tag: Nikosia - die zweigeteilte Stadt

Eine etwas weitere Fahrt liegt heute vor uns: Nikosia (oder Lefkosi wie die Einheinmischen sagen), die Hauptstadt Zyperns und einzige geteilte Stadt der Welt. Eigentlich eine ganz normale moderne Stadt, doch wenn man in den türkisch besetzten Teil der Stadt möchte, muss man durch die Grenzkontrolle und zweimal den Personalausweis vorzeigen. Das ist schon ein etwas seltsames Gefühl. Da wir eine Gruppe sind, müssen wir im türkischen Teil von einem Einheimischen begleitet werden. Dieser Teil der Stadt ist ebenfalls sehr interessant und wir besichtigen die gotische Kathedrale der Heiligen Sophia sowie die Karawanserei. Zwischen den netten kleinen Geschäften kann man sich gut aufhalten und etwas stöbern. Anschließend geht es zurück in den zyprischen Teil der Stadt, wo wir noch die Möglichkeit zu einer Mittagspause und zum Bummeln haben. Am frühen Nachmittag geht es zurück zu unserem Hotel. Die Fahrt dauert aufgrund des Verkehrs doch recht lange. Wir benötigen eine Stunde, um aus der Stadt herauszukommen! Während wir langsam weiterfahren kommt es zu einem Regenschauer. In Zypern etwas sehr Besonderes. Georgos meinte, dass dies so Besonders ist, dass es abends in den Nachrichten gezeigt wird. Der Rest der Strecke geht dann aber zügiger. Abends haben wir im schönen Restaurant wieder das gemeinsame Abendessen.

4. Tag: Chrysorroyiatissa & Bäder der Aphrodite

Heute machen wir uns auf zum 850 Meter hoch gelegenen Kloster Chrysorroyiatissa aus dem 12. Jahrhundert. Das Kloster liegt sehr idyllisch und ist wirklich hübsch. Nach einer Besichtigung machen wir eine Pause auf einer Terrasse des Klosters. Von hier aus haben wir einen tollen Blick. Georgos und Mario bereiten ein kleines Picknick vor und so kommen wir in den Genuss von Wein, Halloumi-Käse und leckerem Brot. Alle greifen zu und genießen die Ausblick und die Ruhe. Hier kann man es wirklich aushalten!

Weiter geht es zu den Bädern der Aphrodite. Der Legende nach soll die griechische Göttin Aphrodite hier ihr Bad genossen haben und ihren Liebhaber Adonis getroffen haben. Manche sagen, dass das Wasser eine verjüngende Wirkung hat… Manche haben es ausprobiert, aber gesehen hat man nichts. Vielleicht tritt die Wirkung ja verzögert ein! Einige machen anschließend noch einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung; die anderen setzen sich schon ins Restaurant und essen zu Mittag. Danach besuchen wir noch den kleinen malerischen Fischerort Latchi, den wir zu Fuß erkunden. Hiernach fahren wir zurück zum Hotel.  Am Abend treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Abendessen.

5. Tag: Tag zur freien Verfügung

Heute steht kein Ausflug auf dem Programm. Wir genießen die Annehmlichkeiten des Hotels, erkunden ein wenig die Umgebung, baden im Meer und lassen es uns gut gehen. Beim Abendessen treffen wir uns dann im Restaurant wieder.

6. Tag: Kykko Kloster, Weindorf Omodos

Mit dem Kykko Kloster besuchen wir heute das wichtigste Kloster von Zypern. Alleine die Fahrt durch das Troodosgebirge ist faszinierend und zeigt eine ganz andere Seite von der Insel. Es geht hoch bis auf 1200 Meter – im Winter kann man hier sogar Skifahren! Auch jetzt sind die Temperaturen deutlich geringer als an der Küste. Die meisten haben eine leichte Fleecejacke dabei, die man auch wirklich gut gebrauchen kann. Bevor wir das Kloster besuchen, sehen wir das etwas höher gelegene Mausoleum von dem beliebten Erzbischof Makarios III. Eine riesige Statue erwartet uns und der Weg zum Mausoleum ist voller schöner Mosaiken. Man kann die Beliebtheit und die Verehrung der Zyprier für diesen Erzbischof förmlich spüren.

Zurück geht es dann zum Kykko Kloster mit den Wandmalereien und beeindruckenden Räumlichkeiten. Wir haben Zeit uns in dem bekannten Wallfahrtsort umzuschauen und die Atmosphäre zu genießen. Nach einer Mittagspause in der Nähe des Klosters fahren wir weiter durch die bergige Landschaft. Zwischendurch machen wir einen Stopp und Georgos und Mario schenken uns Ouzo und Wein ein – lecker! Später erreichen wir das Weindorf Omodos. In dem schönen und idyllischen Dorf bummeln einige durch die Gassen, andere probieren einen zypriotischen Kaffee auf dem Marktplatz oder nutzen die Gelegenheit um Souvenirs zu besorgen. Anschließend fährt uns Mario ins Hotel – wie gehabt sicher und ruhig. Abends essen wir letztmalig zusammen im Hotelrestaurant.

7. Tag: Felsen der Aphrodite & Limassol; Abends für alle Meze-Abendessen in einer Taverne

Während ein großer Teil der Gruppe die Zeit für eigene Erkundungen nutzt, machen wir uns mit einer kleinen Gruppe auf zum Felsen der Aphrodite! Laut Homer ist hier die Göttin der Liebe aus dem Schaum des Meeres entstiegen. Von Georgos erfahren wir, dass man einer Sage nach bei Vollmond unbekleidet dreimal um den Felsen schwimmen muss, um ewige Liebe zu erlangen. Wir konnten es leider nicht ausprobieren…

Weiter fahren wir entlang der Küste durch die englischen Basen bis zum antiken Stadtkönigsreich Kourion. Hier schauen wir uns das wirklich beeindruckende Amphitheater sowie die Bodenmosaiken im Haus des Eustolios an. Es ist schon erstaunlich, was die Menschen dort früher gebaut haben. Das Amphitheater wird noch heute für Veranstaltungen genutzt.   

Anschließend fahren wir nach Limassol und Bummeln mit Gerogos durch die Altstadt. Eigentlich wollen wir noch den quirligen Markt anschauen, aber diesen gibt es nicht mehr! Unser Reiseleiter findet bei einem Gespräch mit Einheimischen heraus, dass die Markthalle verkauft wurde und privatisiert wird. Wir finden das wirklich schade, denn die einheimischen Händler wissen nicht mehr, wo sie dann ihre Ware verkaufen sollen. Einige haben um das Gebäude herum ihre Stände aufgebaut, aber das wird in Zukunft sicher nicht mehr möglich sein.

Mittags essen wir gemeinsam mit Georgos auf dem Marktplatz. Er empfiehlt einige Gerichte und wir folgen seiner Empfehlung. Das Essen war sehr lecker und alle Portionen waren reichlich! Es ist schon von Vorteil, wenn sich ein Einheimischer auskennt. Gut gesättigt geht es zurück ins Hotel, wo wir nachmittags noch Zeit zum Ausruhen haben.

Als schönen Abschluss findet abends ein typisches Meze-Abendessen in einer örtlichen Taverne statt. Bei Wasser und Wein bekommen wir sehr viele kleine Gerichte serviert, die alle sehr lecker sind. Es ist nur leider viel zu viel – wir schaffen es nicht annähernd, alles zu probieren geschweige denn aufzuessen. Sehr schade, dass wir so viel haben stehen lassen müssen.  

8. Tag: Heimreise

Eine Woche voller schöner Erlebnisse geht zu Ende. Um 12 Uhr müssen wir die Zimmer räumen. Bis zum Flughafentransfer dauert es noch ein paar Stunden. Wir können aber im Hotel noch zu Mittag essen und uns gemütlich im Pool-/Barbereich aufhalten. Am späten Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht, wo wir von Nikos erwartet werden. Er begleitet uns zum Check-In und wir verabschieden uns. Der Flug startet fast pünktlich und daher landen wir auch fast pünktlich in Düsseldorf. Nach der Gepäckausgabe wartet Jürgen schon auf uns und bringt uns zurück nach Bielefeld, Herford, Bad Oeynhausen und schließlich nach Minden.

 

Fazit:

Eine tolle Woche auf einer beeindruckenden Insel liegt hinter uns. Zypern hat sehr viel zu bieten und bei teilweise hochsommerlichen Temperaturen haben wir viel gesehen. Das Land steckt voller Kultur und Geschichte, hat eine abwechslungsreiche Landschaft und herzliche Bewohner. Hier ist für jeden etwas dabei - Zypern ist definitiv eine Reise wert!