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Reisebericht Südafrika 2014 von Ingrid Gronert

04.11.2014: Flug nach Südafrika
Pünktlich um 15:30 Uhr verließen wir den Betriebshof, fuhren durch die Porta Westfalica um dort die Gäste aus Bielefeld und Bad Salzuflen, die mit dem Transferbus gekommen waren noch zusteigen zu lassen, um danach über die A2 nach Hannover zum Flughafen zu fahren. Quer durch den Flughafen marschierten wir gemeinsam zum Lufthansa Terminal. Hier durften wir uns selbst die hinterlegten Bordkarten drucken - was nicht so ganz einfach war. Dank der Unterstützung einer jungen Lufthansa Mitarbeiterin konnten wir einige Zeit später mit den neuen Bordkarten unser Gepäck abgeben! Der Inlandsflug von Hannover nach München dauerte zwar nur 50 Minuten, war aber durch die starken Windböen etwas holperig. In München warteten wir noch 2 Stunden auf den Weiterflug bis Kapstadt. Der Kapitän entschuldigte sich für die Verspätung, es fehlten einige Passagierdaten und beim Rangieren eines Gepäckwagens wurde das Flugzeug leicht beschädigt. Mit einiger Verspätung hoben wir dann endlich ab und nachdem Erreichen der endgültigen Flughöhe hatten wir einen sehr ruhigen und angenehmen Nachtflug.

05.11.2014: Kapstadt
Am späten Vormittag erreichten wir Kapstadt bei wolkenlosem Himmel und 21 Grad. Die Reiseleiterin Brigitte erwartete uns nach der Zollkontrolle. Wir deckten uns noch mit Rand, der südafrikanischen Währung, ein und stiegen dann erwartungsvoll in den großen Scania Reisebus, der sogar einen Kühlschrank und eine Bordtoilette hatte. Aufgrund des aufkommenden Windes fuhren wir zunächst zum Wahrzeichen von Kapstadt - dem Tafelberg. Der Bus brachte uns auf die untere Cable Station 363 m hoch. Von dort aus ging es mit einer imposanten Seilbahn auf 1067 m zur oberen Station, um dort auf dem Plateau die atemberaubende Aussicht auf Kapstadt zu genießen. Strahlend blauer Himmel, das unendliche Meer - einfach traumhaft! Zurück in der Stadt schlenderten wir gemeinsam durch Company's Garden, einst ein Obst- und Gemüsegarten, heute ein ausgedehnter Park mit botanischem Garten. Wir endeten am South Africa Museum mit Planetarium, um gewaltig anzusehende Wale, Haie und Skelette zu bewundern. Nach der wohl verdienten Kaffeepause spazierten wir noch durch Kapstadts Moslemgemeinde, Bo-Kaap. Die Nachfahrer ehemaliger Slaven, die Holländer im 16. + 17. Jahrhundert ans Kap geschafft haben, leben dort heute noch in sehr bunt gestrichenen Häuschen. Danach ging es endlich zum Hotel, wo nach einer ausgiebigen Pause ein gutes Abendessen auf uns wartete.

06.11.2014: Kap der guten Hoffnung
Heute stand das Kap der Guten Hoffnung auf dem Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir an der Küste entlang bis Sea Point, einer grünen Wiese am Atlantik mit Skulpturen, Spiel- Lauf und Wanderwege. Weiter ging es durch den mondänen Wohnort Clifton nach Maiden's Cover, wo wir am Strand einen Fotostopp mit Blick auf den Strand von Camps Bay hatten. Kurze Zeit später sichteten wir die ersten Pelzrobben auf einem Felsen. In dem kleinen Ort Haut Bay (Holzbucht) spazierten wir danach durch den Hafen und konnten im Hafenbecken weitere Robben beim genüsslichen Sonnenbaden im Wasser beobachten. Entlang der berühmten Straße Chapman's Peak Drive mit seinen 133 Kurven und 200 m tiefen Hängen fuhren wir bei einer atemberaubenden Aussicht weiter über Fisher Hoek in den Osten der Halbinsel, durch die Stadt Simons Town zur Piguinkolonie. Geschützt von mächtigen Granitblöcken konnte man hier am Boulders Beach einige der etwa 3000 Brillenpinguine beobachten. Von erhöhten Holzstegen aus konnten wir viele tolle Fotos machen und die Tiere in aller Ruhe beobachten. Anschließend fuhr uns der Bus weiter in Richtjung Süden zum Miller' s Point, dort waren bereits für uns im Restaurant Blackberry Marlin Tische reserviert. Auf der Sonnenterrasse mit Blick auf den Atlantik konnten wir so richtig unser Mittagessen genießen. Zum Nachtisch gab es noch ein kleines Lied für ein Geburtstagskind. Endlich fuhren wir in den Nationalpark Cape of Good Hope mit 750 ha unberührter Natur. Hier bläst ständig der Wind, durchschnittlich mit 35 km/h. Unterwegs sahen wir Antilopen, eine Strauß Familie mit 8 Babys und auch von weitem Paviane. Am Ende der schmalen Straße befand sich der südwestlichste Punkt Afrikas. Hier war natürlich viel los. Wir fotografierten uns vor dem berühmten Schild mit der Aufschrift „Cape of Good Hope“ gegenseitig, bevor uns der Bus zum Cape Point brachte. Vom Parkplatz aus fuhren wir mit einer Bergbahn zum alten Leuchtturm von wo wir nicht nur Kormorane beobachteten, sondern auch sonst eine unglaubliche Aussicht auf die beiden großen Weltmeere hatten. Die anschließende Rückfahrt führte uns wieder entlang der östlichen Küste der Halbinsel über Fish Hoek dem Roadster Drive folgend entlang der Constantia - Route wieder zurück nach Kapstadt zum Hotel.

07.11.2014: Oudtshoorn
Heute ging es endlich auf die Garden Route. Wir fuhren über die N1 in Richtung NW, dann über die R 101 Richtung Klapmutz zur R45 nach Franschhoek. Dieser kleine Ort war nicht nur ein Gourmetmekka in Südafrika, hier befindet sich auch das Hugenotten Museum und das Hugenotten-Monument. Nach dem Besuch fuhren wir zum nahe gelegenen Weingut Haute Cabriere zum Weintasting. In dem edlen Gewölbe probierten wir Champagner-, Weiß- und Rotwein. Unser nächster Stopp galt dem Freiheitskämpfer Nelson Mandela. Wir standen vor dem Gefängnis, in dem er die letzten 2 Jahre seines Gefängnisaufenthaltes verbrachte. Weiterfahrt zurück zur N1, dann durch die Rosenstadt Rawsonville zur R62, entlang der Langeberg Mountains. Die Route 62 war genauso alt wie ihr amerikanisches Gegenstück, die Route 66, und führt quer durch das Karoo Gebiet, einer malerischen Landschaft- umgeben von sanften Bergketten. Wir fuhren durch das Örtchen Monague, bis nach Barrydale. Hier konnten wir getrocknetes Fleisch, Nüsse und Trockenobst kaufen. Dann folgte kurze Zeit später ein Stopp in Ronnys Sex Shop - einer urigen Kneipe mit BH's und netten Sprüchen unter der Decke. Bevor wir dann unser Hotel in Oudtshoorn bezogen, genossen wir auf einer Straußenfarm bei einem guten Glas Wein ein Straussensteak, sehr lecker.

08.11.2014: Oudtshoorn - Knysna
Gleich nach dem Frühstück ging es wieder zurück zur Ostrica Straußenfarm. Erst fuhren wir mit unserem Bus über das Privatgelände der Farm, und konnten so die Tiere in den verschiedenen Altersstufen sehen. Parallel dazu erfuhren wir wie Brut, Aufzucht und Fütterung auf dieser Farm gehändelt wird. Danach konnten wir uns verschiedene Straußenarten ansehen, bevor sich drei Mitreisende eindrucksvoll auf einen Strauß setzen durften. Das folgende Wettrennen zwischen den Straußenmännchen Speedy und Whisky wurde elegant von dem Strauß Whisky gewonnen. Nach weiteren 30 km Fahrt durch die Swartberge kamen wir zu den berühmten Cango Caves, drei Kalksteinsysteme mit beeindruckenden Tropfsteinhöhlen. Nach unserer folgenden Mittagspause im Picknick n Pay, einem Supermarkt, fuhren wir über de Outeniqua Pass nach Wilderness. Ein hübscher Urlaubsort, direkt am Indischen Ozean. Die winzige Bucht ist von hohen Bergen und viel Natur umgeben. Nach einem netten Spaziergang fuhren wir ins Hotel zum Einchecken. Unser Abendessen konnten wir dann in einem guten Fischrestaurant in Knysna, in der Waterfront (Viertel mit vielen Lokalen und kleinen Geschäften) einnehmen. Der Seafood-Delikatessenladen hieß “34 Degree South Market“ und liegt am 34. Längengrad. Nach einem angenehmen Abend brachte uns der Bus wieder sicher ins Hotel.

09.11.2014: Knysna
Wir reisten weiter entlang der Garden Route wieder durch das Örtchen Knysna - kurzer Stopp um ein paar Delikatessen für unser Mittags Picknick einzuladen und kommen nach 2 Stunden in die Nähe von Plettenberg zum Elephant Sanctuary -einem Park in dem kranke, verstoßene oder verletzte Elefanten aufgepäppelt werden. Nach einem freundlichen Empfang  mit einer Einführung über das Händling mit Elefanten durfte jeder der wollte mit einem Elefanten spazieren gehen. Wer aber wen führte, stellte sich schnell raus. Bei dem anschließenden Fotoshooting konnten wir die Tiere mit Hilfe des Trainers anfassen und streicheln. Als Belohnung erhielten diese frisches Obst - natürlich auch aus unseren Händen - insgesamt ein unvergessliches Erlebnis. Unsere Mittagspause fand an der Plettenberg Bay statt. Wir verzehrten unser mitgebrachtes Picknick mit einem leckeren Weisswein und diversen Fischleckereien. Dann fuhren wir wieder nach Knysna zum Municipal Jetty, von wo die Featherbed Abfahrten aus starteten. Wir fuhren mit dem Schiff zum Nature Reserve, einem Fleckchen Erde wo die Natur sich völlig selbst überlassen ist. Vom Stützpunkt aus wurden wir in offenen Waggons mit einem Range Rover auf den Weg gebracht, und konnten den mit über 270 Stufen auf einem 2 km langen, schmalen Pfad mit herrlichen Ausblicken wieder runter marschieren. Ein tolles Erlebnis. Danach fuhren wir mit dem zum Bus nach Knysna, um dort in einer urigen Kneipe (De Oldie) bei leckerem Essen den Abend ausklingen zu lassen.

10.11.14: Port Elizabeth
Es regnete - nein es nieselte leicht. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang in Knysna, sahen uns alte Gebäude und ein Museum an, und nutzten die Gemeindeverwaltung für unseren WC Stopp. Dann fuhren wir weiter zu den berühmten Heads, ein gewaltiges Felsenportal wo der Indische Ozean in die Lagune dringen kann. Der Spaziergang führte vorbei an Villen und kleinen Hotels zu einer Aussichtsterrasse mit Blick auf die Lagune und das Featherbed Natur Reserve. Die Weiterfahrt führte wieder über die N2 zur Bloukransbrücke, 216 m hoch, der höchste kommerzielle Bungee Jump der Welt. Nach der Pause ging es in den Tsitsikamma Nationalpark, der 1. Meeresnationalpark mit 80 km zerklüftete Küstenlinie. Nach dem guten Buffetessen im dortigen Restaurant gingen wir über die Suspensions Brigde und Lookont Traum auf Holzstegen zu 2 spektakulären Hängebrücken, die sich über den Storm Rover spannten. Hier geht auch der berühmte Ottertrail lang - ein anspruchsvoller Wanderweg über 42 km. Der nächste Stopp galt einem Mammutbaum (36,6 m hoch, 51 m Stammhöhe, Durchmesser 8,5 m). Einfach gigantisch. Die nächste Pause wurde an einer 1954 gebauten Bogenbrücke gemacht, 139 m hoch und 192 m lang. Die Paul-Sauer Brigde überquert hier den Storms Rover. Weiterfahrt ins schicke 4* Beach Hotel Port Elisabeth, direkt an der Hauptpromenade neben dem Casino.

11.11.2014: Hazyview
Heute wurden wir bereits um 5:30 Uhr geweckt. Als Frühstück erhielten wir ein gutes Lunchpaket zum Mitnehmen, denn unser Flugzeug der Southern Afrika Airlines startete mit ein wenig Verspätung nach Johannesburg. Am Flughafen nahmen wir von unserer geschätzten Reiseleitung Brigitte Abschied. In Johannesburg angekommen wartete schon Susan auf uns. Gemeinsam mit ihr fuhren wir dann zügig über die N12. Unterwegs legten wir nur kurze Pausen ein, denn die knapp 500 km mussten bis um 18 Uhr gefahren werden. Ab Belfast ging es über die R540 weiter, über Dullstroom ins Hochland umgeben von dichtem Nebel. Nach einer kurzen Pause in Lydenburg mit Blick in eine heimische Metzgerei fuhren wir auf dem 56 km langen Tom Paß bis nach Heatherview, wo sich unsere Logdeanlage befand. Jeder erhielt sein eigenes Häuschen mit viel Platz und Komfort, bevor wir von unserem interessanten Transferbus wieder zum Hauptgebäude gebracht wurden. Hier trafen wir auch unsere neue Reisebegleiterin Doreen. Nach dem hervorragenden Abendessen wurden wir wieder in unsere Quartiere zurück gebracht.

12.11.2014: Panoramaroute
Heute stand die berühmte Panoramatour auf dem Programm. Nachdem wir uns mit Mineralwasser im nächsten Pick n Pay eingedeckt hatten fuhren wir über die R 535 in Richtung Graskop. Der nächste Pass (Kowyn's Pass) führte uns mit vielen Kurven und etlichen Schlaglöchern von 450 m Höhe auf 1450 m. Hier konnte unser Fahrer Chris sein Können unter Beweis stellen. Durch den dichten Nebel wurde uns leider die Gute Aussicht verwehrt. Deshalb fuhren wir nicht wie geplant zum Goss Windows, sondern erst über die R 543 / R 533 nach Pilgrem's Rest - ab 1873 der 1. Goldgräberstadt Südafrikas. Bereits 8 Jahre später hatte die bis zu 1400 Mann starke Stadt die Goldvorräte mit 80 Millionen Rand ausgeschöpft. Wir unternahmen einen netten Spaziergang durch den kleinen Ort und besuchten die Museen mit Relikten längst vergangener Tage. Anschließend ging es wieder über Graskop zurück zum Blyde River Canyon, 36 km lang und bis zu 700 m tief. Der Fluss floss hier in den Elefant River und mündete dann in einer Bucht. Wir fuhren zum Naturreservat und spazierten zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf eine lange Schlucht, leider leicht umnebelt. Die berühmten Three Roundavels waren nur wage zu erkennen. Nun fuhren wir zum Bourke's Luck Potholes. Hier trafen 2 Flüsse aufeinander und in Millionen Jahren haben sich durch die Kraft des Wassers Strudel in das Gestein gemahlen. Viele interessante Formationen bildeten sich, und in dem kleinen Museum konnten wir noch ausgestopfte Tiere der Region bewundern. Nach dem folgenden Stopp bei den Lisbon Falls ging es endlich zum Gods Windows. Hier konnten wir endlich die phantastische Aussicht genießen. In Graskop wieder angekommen, probierten wir dir berühmten Pancakes - süß oder herzhaft, jeder wie er mochte. Danach ging es zurück nach Hazyview zu unserer Lodge. Auf dem Weg stoppten wir noch beim Big Swing. Hier hat man die Möglichkeit sich mit einem Stahlseil an einer Schlucht von einer Seite zur anderen zu schwingen.

13.11.2014: Kruger National Park
Krüger National Park - das ist unser Ziel für die nächsten 3 Tage. Wir fahren durch das nahe liegende Tor “Phabenie Gate“und hatten zunächst einigen Papierkram zu erledigen. Der Nationalpark umfasst 21.000 km² mit 350 km Länge und einer Breite zwischen 40 und 80 km. Wir fuhren über die geteerten Straßen und konnten nicht nur viele Ampalasse sehen, sondern auch Flußpferde, grüne Meerkatzen, Kudu's, Pawiane, Elefanten. Giraffen, Büffel, Maribus und auch Geier. Die Landschaft war unglaublich. Es war alles dabei: Steppe, Wald, Savanne, Flußläufe und dichter Urwald. Als Abendessen erwartete uns ein Barbeque, mit einheimischen Fleischsorten.

14.11.2014: Kruger National Park
Unsere große Pirschsafari stand auf dem Programm. Um halb sechs trafen wir uns leicht verschlafen in einer kleinen Küchenhütte um dort gemeinsam einen Kaffee oder Tee zu trinken. Unsere Reiseleitung Susan hatte alles besorgt, und nachdem auch die Frühstückspakete eingeladen waren, ging es endlich los. Wir fuhren mit 3 offenen Fahrzeugen und die Fahrer hielten untereinander Funkkontakt. Unterwegs konnten wir einiges an Tieren, Vögeln und Pflanzen beobachten. Am häufigsten zu sehen waren Impalas. Ganze Herden mit Jungtieren waren rechts und links am Wegesrand zu sehen. Weiterhin beobachten wir Kudu's und Nyala's. Nicht nur auf Bäumen, sondern auch in der Savanne fotografierten wir Tchakma-Paviane und kleine Grünmeerkatzen mit ihren Babys. Viele Vögel konnten wir beobachten, der häufig vorkommende Sichelkopf, Perlhühner, der äußerst seltene Hornrabe und hoch auf einem Baum sitzend einen Seeadler. Ein Erlebnis der besonderen Art bot uns eine komplette Nilpferdfamilie, sie überquerten die Straße und begutachteten uns Touristen sehr skeptisch. Büffeln und Straußenmännchen ließen sich von uns nicht aus der Ruhe bringen. Träge Flusspferde konnten wir häufig in Wasserlöchern und Flüssen beobachten. Von einem Aussichtspunkt aus war auch ein Löwenpaar zu sehen. Insgesamt also ein sehr erfolgreicher Tag, den keiner so schnell vergessen wird. Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung, sodass wir uns erst zum Abendessen im Restaurant wieder trafen. Nach dem leckeren Buffet begann unsere nächtliche Pirschfahrt. 2 offene Fahrzeuge mit je 20 Plätzen warteten bereits auf uns. 2 Stunden lang fuhren wir mit dem Ranger John durch die dunkle Wildnis. Rechts und links am Fahrzeug waren große Suchscheinwerfer angebracht, die von den Mitreisenden ins Dickicht gehalten wurden. Zunächst sahen wir nur vereinzelte Hasen, die aufgeschreckt auf der Straße hin und her liefen. Dann aber tauchen ein Stachelschwein und wenig später eine Nashornfamilie auf, die vor dem Licht davon liefen. Auch eine dicht an der Straße stehende Giraffe konnten wir beobachten. Als das Fahrzeug in einen unbefestigten Weg einbog, roch es sehr streng und wir sahen im Dickicht mehrere Hüänen. Der Ranger vermutete noch einen Löwen, der blieb aber leider im Verborgenen. Außer einer Eule mitten auf der Straße und einer kleinen Schlange am Wegesrand blieb es für den restlichen Abend im Scheinwerferlicht ruhig. Ich fand die 2 Stunden sehr kurzweilig und würde jederzeit wieder eine nächtliche Pirschsafari unternehmen.

15.11.2014: Kruger National Park
Heute stand wieder Pirschsafari mit unserem klimatisierten Bus auf dem Programm. Wir fuhren vom Skukuza Camp in Richtung Norden. Unterwegs trafen wir auf Giraffen, einer Buschbockfamilie sowie einem Adler mit einem kleinen Vogel in seinem Fang. Die Klippspringer saßen auf einem Felsblock bevor wir an der felsigen Aussicht mit der Krüger Gedächtnistafel vorbei fuhren. An diesem Vormittag gab es unendlich viele Tiere zu sehen. Impalas mit Baby, mehrere Giraffen dicht an der Straße, einen Elefanten zusammen mit  einem Zebra. Während der Frühstückspause in Tshokwane fotografierten wir neben kleinen Affen mit ihren Babys auch Pawiane. Während der Weiterfahrt nach Lower Sabie zur Mittagspause sahen wir Elefanten, Gelbhornschnabel, 2 Hornraben und Zebras. Nach unserer Mittagspause, in der wir übrigens den letzten der Big Five - einen Leoparden - sahen, sprang unser Bus wieder nicht an. Unsere Männer halfen mit guten Ratschlägen und eine Stunde später ging es in Richtung Heimatcamp. Wieder sahen wir unterwegs sehr viele interessante Tiere. Die Affenfamilie zog uns in ihren Bann, aber auch der große Tross Elefanten mit mehreren Babys war super anzusehen. Am Abend verabschiedeten wir uns noch von unserem Fahrer Chris, der beim einparken kurz zuvor die Heckscheibe zerstörte. Trotzdem - wir waren uns einig - ein ganz phantastischer Tag.

16.11.2014: Shangaan Kulturdorf
Heute erfolgte die Rückreise nach Johannesburg, wieder mit einem anderen Bus und mit Sam als Fahrer. Wir frühstückten sehr früh da man uns in dem Shangaan Kulturdorf um 9:30 schon erwartete. Diesmal fuhren wir durch das Paul Krüger Gate wieder in Richtung Graskop. In dem Eingeborenendorf erwartete uns ein kleiner Marktplatz mit Hütten, in denen Souvenierartikel ausgestellt waren. Wir spazierten ins Dorfinnere um dort den Häuptling und einige seiner Frauen zu treffen. Wir erhielten einen kleinen Einblick in deren Tradition und bewunderten die Küchenhütte mit Gemüsegarten, eine kleine Ziegenherde und Gänse. Die Medizinfrau erzählte von ihren Kräutern und Heilmitteln. Die Weiterfahrt ging über die R40 WhiteRiver zur Autobahn N4. Unser Mittagessen nahmen wir in Millis Restaurant ein. Danach fuhren wir noch bei starkem Regen bis Johannesburg zum Hotel Crown Plaza. Bei der Zimmerverteilung gab es leichte Verwirrungen. Abends wurden wir von der örtlichen Agentur noch zu einem wirklich hervorragenden Abendessen eingeladen und ließen den Tag noch gemütlich ausklingen.

17.11.2014: Pretoria
Nach unserem Luxusfrühstück fuhren wir nach Pretoria zur Stadtrundfahrt. Am Vortrekker Monument erzählte Susan die Geschichte Südafrikas und wir konnten viele gute Fotos schießen. Anschließend stand das Union Building auf dem Programm, ein südafrikanisches Regierungsgebäude. Hier befand sich auch eine riesengroße Statue von Nelson Mandela. Zur Mittagspause fuhren wir in Isabells Cafe. Danach besuchten wir noch die East Gate Shopping Mall, bevor es zum Flughafen ging. Es gab einen tränenreichen Abschied von Doreen. Nachdem einige kleine Schwierigkeiten überwunden waren, ging es mit dem A 380 der Lufthansa um 19:40 Uhr endlich in die Luft. Ein ruhiger Flug durch die Nacht erwartete uns und wir kamen morgens in Frankfurt an.

18.11.2014: Heimreise
Nach einem Weiterflug bis nach Hannover wartete schon der BE-Bus und wir erreichten nach einer Stunde wieder Minden.

Fazit:
Was für eine Reise! Was für ein Land! Ich bin tief beeindruckt von den verschiedenen Gesichtern, die Südafrika zu bieten hat. Wir waren in einer der schönsten Städte der Welt, sind eingetaucht in einer Land geprägt von seiner Geschichte, haben Strauße, Elefanten und Pinguine aus nächster Nähe erlebt, die Unberührtheit des Hochlands genossen, eine einzigartige Lebensart von den Einwohnern erfahren und als guten Höhepunkt unvergessliche Begegnungen im berühmten Krüger National Park.

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