Merkliste

Reisebericht Kroatien 2015 von Ingrid Gronert

1. Tag, Sonntag, 29.3.: Anreise bis ins Kärntner Land
Trotz der Zeitumstellung treffen 27 Reisegäste pünktlich sehr früh morgens zur Abfahrt auf dem Betriebshof in Minden ein. Nach weiteren Zustiegen in Bad Salzuflen und Bielefeld fahren wir zügig ohne großes Verkehrsaufkommen in Richtung Süden zur Zwischenübernachtung nach Kellerberg ins Kärntner Land.

2. Tag, Montag, 30.3.: Gestüt Lipica - Opatija
Wir verlassen Österreich und reisen in das kleine, beschauliche Slowenien. In dem netten Örtchen Bled kann jeder bei strahlendem Sonnenschein an dem kleinen See einen Spaziergang machen. Danach fahren wir zum Gestüt Lepicia, wo wir während einer Besichtigung durch die großzügige Anlage die Stallungen und auch das angrenzende Museum kennen lernen. Danach fahren wir bis an die Adriaküste nach Kroatien. Das mondäne Opatija mit seiner Gründerzeit-Architektur hat uns in seinen Bann gezogen. Wir checken im Grand Hotel ein und unternehmen anschließend noch einen gemeinsamen Rundgang entlang der Promenade um die eleganten Hotels und Villen aus der Kaiserzeit zu bewundern. Das noble Ambiente vergangener Tage hat sich Opatija sichtbar erhalten.

3. Tag, Dienstag, 31.3.: Pliwitzer Seen
Die Fahrt führt uns entlang der Kvarner Bucht über die Autobahn ins Landesinnere zum Nationalpark Pliwitzer See. Die Anreise geht durch unwegsames Gelände mit kleinen, einsamen Dörfern und vielen verfallenen Häusern. Im Park angekommen, begrüßt uns schon der Reiseleiter, der uns in den nächsten Stunden begleiten wird. Wir starten am Eingang neben dem Hotel Jezero. Hier müssen wir erst gefühlte 100 Stufen hinabsteigen um dann mit einer kleinen Fähre auf die andere Seeseite überzusetzen. Anschließend gehen wir wieder viele Holzstufen hinauf, die rechts und links von strömenden Wasser umspült werden. Wir fühlen uns wie ein Teil dieser gigantischen Wassermassen. Der folgende Fußweg geht weiter auf morastigen Wegen, rechts und links immer strömendes Wasser. Diese Wasserspiele - mal als kleine Kaskarde, mal als großer Wasserfall - begleiten uns den ganzen Nachmittag. Die Übernachtung findet in dem nahen liegenden Hotel statt.

4. Tag, Mittwoch, 1.4.: Wasserfälle Krka
Zunächst fahren wir zum 2. Eingang des Nationalsparks Pliwitzer See zurück, um von dort aus die großen Wasserfälle zu fotografieren. Dann erreichen wir über die Autobahn den Nationalpark Krka, wo sich der Unterlauf des dalmatinischen Fluss Krka auf 20 km Länge aufstaut. Unsere Reiseleitung Irina wartet schon am Haupttor und fährt mit uns zusammen runter zum See. Atemberaubende Ausblicke kann man schon jetzt genießen. Wir steigen aus, und schauen uns die ersten Wasserfälle von nahem an. In dem kleinen Museum zeigt uns Irina einen wasserbetriebenen Mühlstein und weitere landwirtschaftliche Geräte. Dann unternehmen wir eine Wanderung auf markierten Holzplanken, quer über die strömenden Wassermassen hinweg - sehr beeindruckend. Kurz vor dem Bootsanleger überrascht uns ein Gewitter mit einem starken Regenschauer, wo so manche Jacke völlig durchnässt wurde. Anschließend fahren wir mit der Fähre bei strahlender Sonne bis nach Skradin, wo Jürgen mit dem Bus schon auf uns wartet. Jetzt kann jeder noch ein Stündchen im Ort bummeln, bevor wir nach einer kurzen Fahrt den mondänen, allerdings noch sehr verschlafenen Badeort Vodice erreichen. Nach dem Einchecken im Hotel nutzen alle die Möglichkeit die nähere Umgebung kennen zu lernen. Allerdings sind die meisten Geschäfte und Cafés noch geschlossen, so dass man sich schnell auf der sonnigen Hotelterrasse zum Käffchen trifft.

5. Tag, Donnerstag 2.4.: Sibenik - Trogir
Nach einer kleinen technischen Panne fahren wir pünktlich nach Sibenik, direkt an einer malerischen Bucht gelegen in der der Fluss Krka mündet. Irina wartet schon, um uns bei einem ausgiebigen Spaziergang ihre Heimatstadt näher zu bringen. Wir enden an der Kathedrale um von dort aus individuell zur Busstation zurück zu gehen. Weiter geht es nach Trogir - einer künstlichen Insel in der Adria. Hier erwartet uns die Reiseleitung Susi, die uns gekonnt durch die engen Gassen der historischen Altstadt führt. Anschließend bummeln wir noch über einen Markt um danach über die Autobahn bis nach Brela, zur nächsten Übernachtung zu fahren.

6. Tag, Freitag 3.4. Dubrovnik
Nach dem ausgiebigen Frühstück fahren wir ins 180 km entfernte Dubrovnik. Erst über die Autobahn, dann entlang der Küstenstraße können wir herrliche Ausblicke auf die Adria genießen. Unterwegs kommen wir durch ein kleines Stück des Landes Bosnien-Herzegowina, auch ohne Reisepass. In der Altstadt angekommen begrüßt uns schon unser Reiseleiter. Da er deutsche Wurzeln hat, können wir ihn ohne Dialekt sehr gut verstehen. Er führt uns durch die komplett restaurierte Altstadt und erzählt einige amüsante Episoden aus alten Zeiten. Im Anschluss an die Führung hat jeder noch genügend Zeit die Stadt selbst zu erkunden. Anschließend Rückfahrt zum Hotel nach Brela.

7. Tag, Samstag 4.4.: Schifffahrt Insel Brac
Heute hat der Bus frei und so unternehmen wir eine Schifffahrt zur Nachbarinsel Brac. Der Kapitän wartet bereits im Hafen auf uns. Leider ist die Sonne verschwunden, doch die Schifffahrt und auch den leckeren Rotwein kann jeder genießen. Die Fahrt führt in den Ort Pucisca, sehr klein und ruhig. Hier gibt es eine Steinmetzschule, und in der Nähe sind große Steinbrüche, von denen die Region lebt. Dann wird uns an Bord ein Fischpicknick serviert, gegrillte Makrele mit Krautsalat - sehr lecker. Weiter fahren wir noch zu dem kleinen Ort Povlja auf der Insel Brac, wo einige die kleine Kirche und den Turm aus dem 6. Jahrhundert besuchen. Anschließend Rückfahrt zum Hotel nach Brela.

8. Tag, Sonntag 5.4.: Split – Fähre Ancona
Es regnet und es ist sehr kalt geworden. Wir fahren entlang der Küstenstraße in Richtung Norden. Keiner hat große Lust auszusteigen, so dass wir schon gegen Mittag in Split ankommen. Im Hafen können wir parken und bis zur Stadtführung vertreibt sich jeder selbst die Zeit! Nachmittags treffen wir unsere charmante Reiseleitung Doris, die dann mit uns trotz der Kälte und dem eisigen Wind durch die schöne, restaurierte Altstadt läuft. Im Anschluss werden wir in einem schönen Lokal zum kroatischen Abschieds-Abendessen erwartet. Es gibt heiße Rindersuppe mit Braten und Gemüse, als Nachtisch Caramelpudding. Gegen Abend fahren wir in den Hafen, um dort an Bord der Fähre nach Ancona zu gehen. Die folgende Nacht werden viele lange noch in Erinnerung haben. Der Geräuschpegel war recht hoch und die Ausstattung der Kabinen einfach, aber sauber. So war an Schlaf nicht zu denken, aber wer kann schon sagen dass er mit der Fähre von Kroatien nach Italien gefahren ist?

9. Tag, Montag 6.4.: Ancona - Abano Terme
Nach dieser kurzer Nacht treffen sich fast alle schon um 6:00 Uhr im Restaurant zum Frühstücken. Und dann passiert was Unglaubliches: Das ganze Schiff bebt kurz so dass das komplette Frühstück im hohen Bogen auf den Fußboden fliegt. Es ist außer viele Scherben und einem großen Schreck mit blauen Flecken bei einigen Mitreisenden nicht viel passiert, so dass wir unser Frühstück fortsetzen können. Eine Stunde später läuft die Fähre in den Hafen von Ancona ein und wir gehen von Bord. Unsere Fahrt führt entlang der Küste Italiens zunächst in das kleine Land San Marino. Die Sonne lacht und wir genießen den kurzen Aufenthalt in der ältesten Republik der Welt. Anschließend fahren wir weiter in den Raum Venetien nach Abano Terme, einem bekannten Kurort. Hier im 4* Hotel Ariston Molino bleiben wir die restlichen 3 Tage und genießen nicht nur das Ambiente des Hotels, sondern auch die warmen Thermalbäder. Der erste Abend auf italienischem Boden wird abgerundet von einem leckeren Gala-Essen am Ostermontag.

10. Tag, Dienstag 7.4.: Abano Terme
Es ist ausspannen und nichts tun angesagt! Man trifft sich beim Shoppen, Spaziergehen, oder Baden im Termalwasser.

11. Tag, Mittwoch 8.4.: Abano Terme
Gemeinsam erkunden wir die Region der Euganeischen Hügel, um am Nachmittag in dem Weingut bei der Villa Sceriman einen rustikalen Imbiss mit einer Weinverkostung zu genießen.

12. Tag, Donnerstag 9.4.: Heimreise
Sehr früh morgens – schon vor dem Aufstehen – nehmen wir Abschied und fahren über die Autobahn wieder in Richtung Heimat. Unterwegs halten wir noch in einem kleinen bayrischen Dorf, um uns zu stärken. Ankunft in Minden am frühen Abend.