Merkliste

Reisebericht Irland 2016 von Ingrid Gronert

Dienstag, 23.8. Anreise Rotterdam
9:00 Bei strahlender Sonne und guter Laune fahren wir pünktlich vom BE-Betriebshof ab. Unterwegs steigen noch 2 Damen in Herford zu und es geht über die Autobahn A30 Osnabrück vorbei an Amsterdam, zum Europort Rotterdam. Hier warten wir auf das Einschiffen mit der P&O Fähre nach Hull. Auf dem Schiff angekommen, müssen wir uns erst einmal orientieren. Jeder sucht in den vielen Gängen seine Kabine und anschließend das Restaurant auf Deck 8. Nach dem guten Abendbuffet treffen wir uns auf dem Sonnendeck und genießen, während des Sonnenuntergangs, die Ausfahrt in Richtung England. Die Aussicht auf das Hafengelände mit seinen vielen Raffinerien ist für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Es erfolgt eine ruhige Überfahrt nach England.

Mittwoch, 24.8. Hull - Holyhead
Nach dem Frühstück an Bord sehen wir schon Land. Die Uhr haben wir in der letzten Nacht eine Stunde zurück gestellt, und wir treffen uns in der Bar um Gruppenweise das Schiff zu verlassen. Auch hier, wie in Rotterdam, muss jeder einzelne durch die Grenzkontrolle. Vor dem Terminal steht unser blauer Bus und wir fahren von Ost nach West quer durch Großbritannien. Gewöhnungsbedürftig ist als erstes der Linksverkehr. Jürgen hat keine Probleme damit, nur beim Parken bzw. beim Aussteigen müssen wir auf der Straßenseite den fließenden Verkehr beobachten. Wir fahren über den Motorway M 62 vorbei an Leeds, Manchester mit einer kurzen Kaffeepause bis nach Chester. In der historischen Altstadt hat gegen Mittag jeder individuell Zeit für die Mittagspause. Danach geht es weiter bis nach Holyhead, von dort rauschen wir mit einem Schnellboot der Irish Ferry 2 Stunden durch die Irische See bis nach Dublin. Leider hat die Fähre 1/2 Stunde Verspätung, sodass wir erst gegen 20:15 Uhr in unserem Hotel in Dublin ankommen. Wir nehmen als erstes unser Abendessenein und sind dann alle schnell im Zimmer verschwunden.

Donnerstag 25.8. Dublin
Nach dem Frühstück gehts ins Zentrum, wo uns schon die Reiseleitung erwartet. Leider verhindern sehr viele Baustellen und der starke Verkehr während der Stadtrundfahrt, dass wir die wesentlichen Dinge der Stadt erfassen. Wir halten an der St Pauls Kathedrale, umfahren das Trinidad Kollege und schauen uns die mächtigen Brücken der Stadt an. Zusätzlich haben wir gegen Mittag die Gelegenheit zu Fuß durch die Fußgängerzone zu streifen. Mit dem Bus fahren wir anschließend die großen Plätze und auch den Fitz William Sqarre, mit den schönen Eingangstüren, ab. Weiter gehts zum Phönix Park, der großzügig in der Nähe der Guinnessbrauerei angelegt wurde. Hier schlendern wir durch den Küchengarten, bevor wir die Stadt in Richtung Galway verlassen. Die Autobahn führt uns quer über die Insel bis zu unserem Stopp in Clonmacnoise, einer frühchristlichen Klosteranlage. Hier durchlaufen wir die Ruinen mit den berühmten Hochkreuzen. Auch ein interessanter Tonfilm in deutscher Sprache hilft uns diese bekannte Stätte besser zu verstehen. Wir fahren weiter nach Galway, geraten dort leider in die Rushhour und sind so erst gegen 18:00 Uhr im Hotel.

Freitag, 36.8. Connemara
Pünktlich um 9:00 Uhr fahren wir mit der deutschen Reiseleitung Edith in Richtung Norden los, unser Ziel ist die Connemara Region. Den ersten Stopp machen wir an einem Hotel mit Souvenirladen, da es in dieser Region nur wenige Raststätten gibt. Die Weiterfahrt führt über schmale Straßen durch eine Torfebene. Wir halten an einem kleinen See und können den weichen Boden unter den Füßen spüren. Edith erklärt uns die abwechslungsreiche Landschaft aus kleinen Flüssen, Moorniederungen und Seen. Dann fahren wir zum alten Herrensitz Kylemore Abbey. Man kann innerhalb der großen Anlage einen Shuttlebus nutzen um zu den gepflegten Gärten zu gelangen. Ob Kräuter oder Steinharten, riesige Rabatte oder Blumenbeete - es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Danach gehts entlang der Killary Harbourbucht wieder zurück. Unterwegs erzählt Edith uns noch etwas über die Herkunft der Connemaraponys und über die Entstehung des Galway Ringes, eine dramatische Liebesgeschichte aus alten Zeiten. Wir fahren wieder am offenen Meer, dem Galway Bay entlang und machen auch hier einen Fotostopp um mit den Füßen den feinen Sand zu spüren. Danach geht es zurück zum Hotel.

Samstag, 27.8. Cliffs oft Moher - Bunrutty Castle
Pünktlich fahren wir von Galway ab, vorbei an der Burren Landschaft zur Küste. Entlang den berühmten Cliffs of Moher spazieren wir zunächst zum Aussichtsturm. Es ist windig, aber wir haben gute Sicht. Jeder kann hier seine Zeit nach eigenem Ermessen einteilen, sodass wir uns mittags zu einer Bockwurst am Bus wieder einfinden. Danach fahren wir zum Bunratty Folk Park, einer alten Burg mit einem geschäftigen kleinen Dorf aus der Jahrhundertwende. Hier gibt's für Alt und Jung viel zu sehen und zu erleben. Weiterfahrt zu unserem Hotel mitten in Tralee.

Sonntag 28.08. Ring oder Kerry
Pünktlich Abfahrt um 9:00 Uhr mit der irischen Reiseleitung Patricia. Wir haben sehr viel Glück mit dem irischen Wetter und Patricia erzählt viel von der malerischen Umgebung. Um 10:30 Uhr besuchen wir einen Schäfer, der uns zunächst die verschiedenen irischen Schafsarten vorstellt. Dann führt er uns, mit seinen intelligenten Bordercollies vor, wie diese eine kleine Schafsherde auf Pfiff über die Wiese treiben, sehr eindrucksvoll. Wir fahren weiter auf dem Ring off Kerry, und machen einen Fotostopp mit Blick auf den Kenmare River, bei diesem Wetter unvergleichlich! Oben am Pass angekommen haben wir einen herrlichen Blick auf die Buchten und Inseln. Unsere Mittagspause halten wir in einem typisch irischen Lokal und können da das berühmte Irish Stew probieren. Die schmale Straße führt uns dann zum Strand, wo wir auch einen Fotostopp einlegen. Danach kommen wir zum Aussichtspunkt Ladyview, den schon Königin Viktoria besuchte. Im Anschluss lernen wir noch den schönen Park von Muckross House im Killarney Nationalpark kennen. Rückfahrt zu unserem Hotel in Tralee.

Montag 29.08. Ring of Beara
Eigentlich soll heute unser Ziel die Südwestspitze Irlands „Mizen Head“ sein. Unsere Reiseleitung Patricia empfiehlt uns eine schöne Strecke und auch einige nette Aufenthaltsorte. Guten Mutes fahren wir in Richtung Süden, vorbei am Killarney Nationalpark bis Kenmare. In dem kleinen Örtchen bummeln wir noch ein wenig durch die Stadt, bevor wir in Richtung Glengarriff aufbrechen. Leider erwähnte die gute Patricia nicht, dass wir einen Tunnel mit max. Höhe von 3,60 m durchqueren müssen. Unser Bus hat aber eine Höhe von 3,90 m, sodass wir eher unfreiwillig über den 330 m hohen Healy Pass – also den Ring of Beara fahren müssen. Sehr, sehr enge Straßen, aber wenig Verkehr, sodass Jürgen den Bus ohne Schaden zum Bantry Bay fährt. Unsere Mittagspause verbringen wir in dem schönen Örtchen Glengarriff. Anschließend fahren wir noch zum alten Landhaus „House of Bantry“, wo wir durch den Garten schlendern. Weiterfahrt zum alten Landgut nach Mallow.

Dienstag, 30.08. Waterford – Rosslare
Der letzte Tag in Irland, wir fahren morgens pünktlich in Mallow ab, da wir auf unsere Fähre nach Frankreich gegen 14:00 Uhr einschiffen sollen und fast nur Landstraßen zu fahren haben. Unsere Mittagspause verbringen wir in der Kleinstadt Waterford, dann Weiterfahrt bis Rosslare zum Hafen. Die Reederei hat alle Reisenden sehr lange im Warteraum sitzen lassen, bevor es an Bord ging. Hier treffen wir uns um 18:00 Uhr im schicken Restaurant zum Abendessen. Es folgt eine sehr ruhige Überfahrt.

Mittwoch, 31.8. Rosslare – Cherbourg
Pünktlich um 11:00 Uhr landen wir in Frankreich. Es dauert aber doch bis wir als Footpassenger das Schiff verlassen dürfen. Außerdem funktionierte einer der großen Fahrstühle nicht, sodass Jürgen mit dem Bus vor dem Schiff schon auf uns wartete. Die Rückfahrt von Frankreich durch Belgien nach Hause verläuft ohne Probleme, sodass wir nachts gegen 01:00 Uhr in Minden sind.

Fazit:
Irland – Ein Land der Gegensätze. Der Wind fegt über die steilen Küsten, überall blüht und grünt es. Die Städte sind sehr lebendig und die Landschaft mit ihren steinernen Kreuzen, alten Klöstern und Wehranlagen werden Dank des milden Klimas mit einer üppigen Vegetation überzogen. Man kann zurecht sagen: Die grüne Insel hat uns in ihren Bann gezogen.