Rumänien 2008
von Hubert Abeler
Früh an einem Donnerstag
Da traf sich wer gern reisen mag.
Im Süd- und Osten liegt das Ziel,
das Schwarze Meer man sehen will.
Der Jürgen wirft den Motor an,
und bald man Dresden sehen kann.
Darauf folgt dann das schöne Prag –
Die Brücke Karl’s zu sehen ohn’ Frag.
Laut ruft vom Fischer die Bastei:
Kommt nur nach Buda, seid so frei.
Die Grenze Roma’s folgt alsbald,
es lockt dem Drakula sein Wald!
Doch alle halten fest ihr Blut,
auch Schloss Sinaia gefiel gut!
Die Wege waren leicht gewunden,
drum gab es auch vier Ehrenrunden.
In Schäßburg tut ein Kirchlein rufen=
Herauf, herauf, nur 100 Stufen.
In Kronstadt lockt das Sachsenfaß,
die Gläser wurden rot und naß -
und das rote Traubenblut
beschützt uns vor den Bären gut.
Mit einem mutigen Riesensprung
Ging es zur Dünenwanderung.
Das Donaudelta war sehr fein –
Dabei recht zahm das wilde Schwein.
In Bukarest da ist’s gelungen,
dass der Diktator wart bezwungen.
Ein Park und See tat auf uns warten
Und sprach: Kommt herein in meinen Garten,
tut euch an kaltem Biere laben,
vom Ursus wir genug hier haben.
In Sibiu, auch Hermannstadt,
da waren wir vor Staunen platt –
mitten hier im Land der Sachsen
tat ein gar schönes Städtchen wachsen.
Die Häuser leuchten bunt und fein,
fast glaubten wir, zu haus zu sein.
Doch bald nach einigen Ehrenrunden,
Corvinus’ Schloss, es wart gefunden.
Ein langer Trip durch Banat’s Heiden
Ließ uns hungern, rumpelnd leiden.
Doch schließlich stand bequem parat
Ein Hochzeitsbett im Ort Arat.
Kristina unser Sonnenschein,
die wies uns bei den Roma ein.
Sie erzählt uns mit viel Fleiß,
manches, das sie selbst kaum weiß.
Kurz vor Wien in aller Schnelle
Stoppte uns die rote Kelle –
Doch schon bald, hipp. Hipp, hurra,
war dem dümmsten Bullen klar:
Zwar war’n wir in Romania,
doch tun wir uns befinden
auf dem Weg nach Minden.
Wien war eine große Wucht –
Lang hat Frau Jacky uns gesucht,
kundig tat sie uns belehren,
mit Sissi, Franz und vielen Mären.
Nach Linz und Passau ist nun Schluss,
zur Kühlung gab’s nen Regenguss.
Freudig wird nun allen klar:
Es war wie immer wunderbar.
So werden wir uns finden –
Auf dem Weg nach Minden.
Der Jürgen mit verträumtem Sinn
Fährt uns zu neuen Zielen Hin,
und seine Ingrid – sonnenklar
lenkt den Laden wunderbar.
